Wilhelmshaven – Kaiser-Wilhelm-Brücke

Sie befinden sich hier:

Die Kaiser-Wilhelm-Brücke, im Volksmund auch K-W-Brücke genannt, ist das Wahrzeichen der Stadt Wilhelmshaven. Dieser Hingucker gilt als beliebter Fotomotiv. Trotz dem Status als Wahrzeichen wird sie immer noch als Durchfahrt für Schiffe genutzt.

Damit eine Überfahrt reibungslos funktioniert, sind hier alle wichtigen Informationen über die Brückenöffnungszeiten, aktuelle Verkehrsmeldungen wie Stau oder Bauarbeiten sowie Informationen über die Kaiser-Wilhelm-Brücke selbst zu finden.

Kaiser-Wilhelm-Brücke

Die Kaiser-Wilhelm-Brücke in Wilhelmshaven, im Volksmund auch K-W-Brücke genannt, ist ein weit bekanntes Wahrzeichen und wurde im Jahr 1975 als nationales technisches Denkmal anerkannt. Dabei wurde sie von der Firma MAN Gustavsburg gebaut. Der Baubeginn war im Jahr 1905. Zwei Jahre nach dem Baubeginn, also im Jahr 1907, wurde sie eingeweiht. Sie ist Deutschlands größte Drehbrücke aus dem Material Stahl.

Dabei ist sie eine Drehbrücke mit einer Spannweite von 159 Metern und einer Breite von 8 Metern. Die Durchfahrtshöhe liegt bei 9 Metern, während die Durchfahrtsbreite bei circa 59 Metern liegt. Die Drehbrücke wird mithilfe von Zügelgurten getragen.

Die Kaiser-Wilhelm-Brücke ist eine sogenannte Doppeldrehbrücke. Dies bedeutet, dass der nördliche und der südliche Brückenteil voneinander getrennt geöffnet werden können. Auf der Brücke ist der Verkehr jeweils nur in eine Richtung möglich. Die Regelung erfolgt hierbei über Ampeln. Typisch für eine Drehbrücke bewegen sich die beweglichen Teile der Brücke in einer 90° Drehung und stoppen den Kfz-Verkehr somit während eines Brückenzugs.

Die Drehbrücke überquert den Verbindungskanal, Ems-Jade-Kanal, und verbindet somit den südlichen Teil, mit dem Südstrand und der Südstadt, an den Rest von Wilhelmshaven. Sie gilt als Eingangstor zur Maritimen Meile. Dort befinden sich viele Museen und anderen Aktivitäten. Auf der Kaiser-Wilhelm-Brücke gibt es Fahrbahnen für Kfz-Fahrzeugen sowie Spuren für Fußgänger und Fußgängerinnen und dem Radverkehr. Die Brücke spielt hierbei für jeglichen Verkehr eine beutende Rolle.

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Kaiser-Wilhelm-Brücke, Wilhelmshaven
Öffnungszeiten

Anders als andere Brücken gibt es keine festen Öffnungszeiten an der Kaiser-Wilhelm-Brücke. Diese wird geöffnet, wenn sich Schiffe, welche die Brücke überqueren wollen im Gewässer vor ihr befinden.

In dem Zeitraum zwischen 18:00 Uhr und 6:00 Uhr wird die Brücke jedoch nur auf Anforderung und mit einer Stunde Anlauf geöffnet. Am Wochenende sowie an Feiertagen gilt diese Regelung zwischen 16:30 Uhr und 8:00 Uhr.

Während eines Brückenzugs ist die Kaiser-Wilhelm-Brücke für Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer nicht zu überqueren.

Sperrungen und Baustellen

Zurzeit bestehen keine Sperrungen oder Baustellen an der Kaiser-Wilhelm-Brücke.

Kaiser-Wilhelm-Brücke als Wahrzeichen

Die Kaiser-Wilhelm-Brücke ist als das Wahrzeichen der Stadt Wilhelmshaven bekannt. Dabei besitzt sie diesen Status aufgrund von vielen Aspekten.  

Die Kaiser-Wilhelm-Brücke steht an einem wichtigen Ort in der Stadt. Da die Brücke den Verbindungskanal überquert dient diese als sogenanntes Eingangstor zur Maritimen Meile. Zudem verbindet sie die südlichen Teile der Stadt, wie dem Südstrand und die Südstadt. Die Brücke wird stark genutzt.

Aber nicht nur ihre Lage in der Stadt Wilhelmshaven ist besonders an diesem Denkmal, denn auch ihre Technik markiert ihren Platz als Wahrzeichen von Wilhelmshaven. Die Kaiser-Wilhelm-Brücke ist die größte Drehbrücke in Deutschland aus Stahl. Dabei wurde diese Brücke aus fast 800 Tonnen des Materials Stahl gebaut und hat eine beträchtliche Spannweite von 159 Metern. Wie bei vielen Brücken fand die Endmontage mithilfe des Wasserweges statt, das heißt die Bauteile der Brücke wurden vorgefertigt und dann per Schiff zu jener Endmontage gebracht. Zu dem Zeitpunkt ihrer Eröffnung war die Brücke die größte Drehbrücke in ganz Europa. Der Bau wurde durch die Firma MAN Gustavsburg durchgeführt.

Aber nicht nur ihre schiere Größe ist zu beachten, denn die Kaiser-Wilhelm-Brücke kann an zwei unabhängigen Stellen geöffnet werden. Dies markiert sie als eine der wenigen Doppeldrehbrücken in Deutschland. Statisch ist die Brücke eine Zügelgurtbrücke und gehört demnach zur Gattung der Hängebrücken. Zügelgurtbrücken werden häufig auch als unechte Hängebrücken bezeichnet, denn die Fahrbahnen der Kaiser-Wilhelm-Brücke werden über die sogenannten Zügelgurte, welche vertikal nach unten hängen getragen.

Auch das Aussehen der Kaiser-Wilhelm-Brücke in Wilhelmshaven unterscheidet sie von anderen beweglichen Brücken. Oberbaurat Ernst Troschel entwarf den Entwurf der Brücke und hatte zudem die Bauleitung. Oberbaurat Troschel war damals Teil des Hafenbauressorts der Kaiserlichen Werft. Durch den markanten Farbanstrich der Brückenteile in einem hellen Blauton ist die Kaiser-Wilhelm-Brücke unvergesslich. Das 100-jährige Jubiläum dieser Drehbrücke wurde als Anlass genommen eine Sanierung vorzunehmen. So erhielt die die Brücke neue Beschichtungen und Legierungen sowie ein neues Beleuchtungssystem. Es wurden zum Beispiel zwei Portalleuchten angebracht. Auch das Geländer der Kaiser-Wilhelm-Brücke und das nähere Umfeld wie die Türme, die Eingänge und der Unterbau wurden nach historischem Beispiel saniert. Die Sanierung dauerte von 2010 bis 2013 und wurde nach drei Jahren fertiggestellt. Auch heute dient diese Drehbrücke als beliebtes Fotomotiv und Hingucker für Einwohner und Touristen gleichermaßen.

Die Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Brücke

Die stählerne Kaiser-Wilhelm-Brücke wurde im Jahr 1907 in Betrieb genommen. In demselben Jahr passierte Kaiser Wilhelm II. diese Brücke. Nach diesem ist die Brücke ebenfalls benannt worden. In den nächsten Jahren überquerten weitere Schiffe und Flotten die Kaiser-Wilhelm-Brücke. Bemerkenswert sind dabei die Schiffe der Schlacht Skagerrakschlacht im Jahr 1916 oder die Flotte in Richtung von Scapa Flow im Jahr 2018. Diese Kaiserliche Hochseeflotte wurde im darauffolgenden Jahr 2019 zur Selbstversenkung aufgerufen, da der Vertrag von Versailles die Auslieferung aller Kriegsschiffe vorsah. In den Jahren bis zu 1942 kam es zur Durchfahrt weiterer Flotten der Kaiser-Wilhelm-Brücke in Wilhelmshaven bis zum Ende des 2. Weltkriegs und dem Beschluss der Alliierten im Jahr 1946 die Demontage der Brücke vorzunehmen. Trotz dieser erstmaligen Entscheidung ließ die Royal Navy die Brücke weiterhin bestehen. Zudem durfte der Name erhalten bleiben. Die wurde im Jahr 1949 entschieden.

Ein weiteres Ereignis der Brücke bildet der Unfall im Jahr 1970, denn ein Frachter rammte die Brücke und verursachte erhebliche Schäden. Nach dem Erlass im Jahr 1975, welcher die Kaiser-Wilhelm-Brücke als Denkmalschutz ansieht erfolgte ein weiterer Unfall im Jahr 1989. Bei diesem rammte ein Schlepper in die Brücke und beschädigte den Drehmechanismus. Im Jahr 1999 passierte die Alexander von Humbolt unter Segeln. Zuletzt rammte eine Fregatte im Jahr 2003 in die Brücke. Im Jahr 2007 feierte die Kaiser-Wilhelm-Brücke den 100. Geburtstag.

Unser Tipp – Sailing-CUP

Seit 21 findet der jährliche Sailing-CUP in Wilhelmshaven statt. Hier werden Traditionssegler-Regatta in Wilhelmshaven zur Show gestellt. Dabei ist dies in Wilhelmshaven die älteste Regatta an der Nordsee.

Obwohl die Traditionssegler allein ein großartiges Spektakel für Zuschauer bieten, gibt es ein weiteres Programm wie dem Hafenschwimmen, dem Kajenmarkt, der Papierbootregatta und vielem mehr. Besonders die Einlaufparade der Traditionssegler ist ein einmaliges Erlebnis, dass zudem tolles Fotomaterial liefert.

Wer den Sailing-CUP und die Einlaufparade nicht verpassen möchte, sollte sich vom 29. September bis zum 01. Oktober im Jahr 2023 in Wilhelmshaven befinden und den 21. Sailing-Cup erleben.

Welche Brücke fährt nach Usedom?