Köln – Die Deutzer Drehbrücke

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Die Deutzer Drehbrücke ist eine bewegliche Brücke in der Großstadt Köln. Dabei ist Drehbrücke in Köln eine der älteren Deutschlands. Ihre Geschichte reicht bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück.

Hier sind alle Informationen über die lange Geschichte der Deutzer Drehbrücke, Öffnungszeiten sowie die aktuellen Bauarbeiten zu finden.

Die Deutzer Drehbrücke in Köln

Die Deutzer Drehbrücke liegt im gleichnamigen Hafen, dem Deutzer-Hafen. Die Brücke reicht über das Hafenbecken, welches mit dem Wasser des Rheins verbunden ist. Somit verbindet die Brücke den Deutzer-Hafen und damit die Alfred-Schütte-Allee mit dem östlichen Teil der Stadt und der dortigen Siegburger Straße. Sie ist eine Drehbrücke und wurde im Jahr 1908 eröffnet. Die Drehbrücke in Deutz ist eine sogenannte ungleicharmige ausbalancierte Brücke aus genietetem Stahl. Sie ist ungleicharmige, da der Brückenpfeiler seitlich und in der Nähe des Ufers liegt, anders als bei gleicharmigen Drehbrücken.

Das Bauwerk hat eine Breite von 10 Metern und wird primär für den Straßenverkehr sowie dem Individualverkehr genutzt. Vor allem Fußgänger sowie der Radverkehr passieren die Brücke häufig. Die Länge der Brücke beträgt circa 30 Meter. Seit dem Juli 1980 steht die Deutzer Drehbrücke unter Denkmalschutz.

Die Deutzer Drehbrücke befindet sich mitten in der Stadt Köln. Dabei verbindet sie den Hafen-Stadtbezirk mit den Poller Wiesen. Diese sind für die dort möglichen Freizeitbeschäftigungen, die Natur sowie dem Ausblick auf den Rhein beliebt. Auf den Poller Wiesen sind Fußball- sowie Tennisplätze vorzufinden. Die Deutzer Drehbrücke ist demnach bei den Fußgängern, die auf die andere Seite gelangen wollen, besonders beliebt.

Öffnungszeiten der Deutzer Drehbrücke

Die Deutzer Drehbrücke ist für den Straßenverkehr freigegeben. Sie öffnet sich bei Bedarf

An Feiertagen, dem Wochenende und während der Ferienzeit ist die Brücke nur für den Fuß- und Radverkehr geöffnet.

Die Geschichte der Deutzer Drehbrücke in Köln

Der Bau der Deutzer Drehbrücke begann gleichzeitig mit dem Bau des Deutzer Hafen und dem Hafenbecken. Der Bau der Drehbrücke dauerte ein Jahr und fand somit im Jahr 1908 sein Ende. Die Brücke wurde dabei aus dem Material Stahl genietet. Die Brücke wurde genau wie die Drehbrücke im Rheinauhafen von der AG für Eisenindustrie und Brückenbau Harkort (Gesellschaft Harkort) gebaut. Der Rheinauhafen befindet sich auf der anderen Seite des Rheins. Auf dieser Seite ist ebenfalls das Schokoladenmuseum zu finden.

Passend zu der damaligen Zeit wurde die Brücke, die sogenannten Brückenköpfe sowie das Steuerhaus im Jugendstil erbaut. Der geometrische Stil ist zum Beispiel im Geländer der Drehbrücke zu sehen. Das Steuerhäuschen befindet sich auf der westlichen Seite der Brücke. Es ist aus Holz und passend zur Brücke mit Stahl verkleidet. Es ist immer noch vollständig vorhanden. Eine Besonderheit ist der Fakt, dass das Steuerhäuschen mittig und erhöht über der Brücke sowie der Fahrspur liegt. So bildet es den höchsten Punkt der Brücke und liegt in der Luft. Der Verkehr fährt demnach unter dem Steuerhäuschen durch, um die Brücke zu passieren.

Aufgrund ihrer Lage im Deutzer Hafen ist die Drehbrücke ein wichtiger Standpunkt. Sie bietet eine Verbindungsmöglichkeit zu der westlichen Uferseite des Hafenbeckens. Da der Deutzer Hafen zum größten Teil ein Industriehafen ist, befinden sich auf dieser Seite einerseits die Wasserschutzpolizei, andererseits aber auch Industriegebäude. 

Nach einer langen Zeit ohne Beschädigungen wurde die Brücke kurz vor ihrem hundertjährigen Jubiläum beschädigt. Im Jahr 2008 rammte ein Schiff im Hafenbecken einen Träger. Doch das war nur der Anfang. Obwohl die Deutzer Drehbrücke nach diesem Unfall wieder repariert wurde und schließlich wieder einsatzbereit war, kam es im Jahr 2013 zu weiteren Schäden. Dieses Mal befanden sich die Schäden an dem Getriebe beziehungsweise dem Antrieb der Brücke, welches im darauffolgenden Jahr repariert wurde. Das Jahr 2015 war geprägt von Problemen. Bei den Reparaturen im Vorjahr gab es einen Defekt, der dazu führte, dass die Brücke im Jahr 2015 erneut aufgrund von Bauarbeiten gesperrt wurde. Auch das Wetter beziehungsweise die Hitze führte zu mehrmaligen Ausfällen der Deutzer Brücke in diesem Jahr. Durch das Verziehen des Metalls konnte sich die Brücke nicht mehr öffnen lassen.

Die ganzen Ausfälle in diesem Jahr brachte die Stadt Köln zum Entschluss, eine Generalsanierung durchzuführen, um sämtliche Schäden zu entdecken und weiteren Ausfällen zu entgehen. Diese startete im Jahr 2021. Durchgeführte Bauarbeiten waren zum Beispiel die Erneuerung des Korrosionsschutzes und der Gehwege. Bei der Generalsanierung kam es erneut zu einer kompletten Sperrung der Brücke für Fußgänger und dem Radverkehr. Für den Schiffverkehr wurde die Brücke durchgängig geöffnet. Natürlich wurde eine Umleitung für den Autoverkehr und dem Radverkehr eingerichtet. Zudem wurden weitere starke Schäden an der Deutzer Drehbrücke entdeckt. Diese Schäden führten zu einer Verlängerung der Bauarbeiten sowie einer Erhöhung der Kosten.

Heute sind die Bauarbeiten aufgrund der Generalsanierung so gut wie abgeschlossen. Momentan finden jedoch Restarbeiten und Testphasen für alle neuen Teile statt. Zudem ist die Fahrbahnübergangskonstruktion noch nicht fertiggestellt. Seit Oktober 2022 können Fußgänger den Gehweg der Brücke wieder benutzten. Radfahrer müssen jedoch absteigen und das Fahrrad schieben. Der motorisierte Individualverkehr, also der Autoverkehr sowie Motorräder, kann die Brücke noch nicht passieren. Bisher sind jedoch keine Informationen über zukünftige Öffnungszeiten bekannt. (Stand: 15. November 2022)